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'''Kräutergarten''' ist ein Garten oder Gartenteil, der speziell für , kräuter oder angelegt wurde. Schon der Begriff ''Kraut'' ist unspezifisch und entzieht sich einer exakten Definition. Er deckt sich nicht mit der botanischen Definition krautiger Pflanzen. Die meisten Kräutergartenpflanzen sind Stauden oder Zwerggehölze, sie stammen oft, aber nicht notwendigerweise aus dem Mittelmeerraum und sind oft wohlriechend. Aber auch einjährige Pflanzen wie Dill, Borretsch und Bohnenkraut werden als Kräuter bezeichnet.

Da die benötigten Mengen klein waren, wurden die meisten Gewürz-, Heil- und Duftpflanzen in Gärten, nicht auf Feldern angebaut. Es gibt jedoch auch Ausnahmen, wie zum Beispiel den Safran.

Geschichte

Angaben über das Alter dieses Gartentyps lassen sich ebenso schwer machen. Häufig aufgestellte Behauptungen wie ?[?] einige der ältesten Gärten waren Kräutergärten? kaum je belegt. Viele heutige sind en, sie können aber auch seit dem Neolithikum unabsichtlich mit anderem Saatgut eingeschleppt worden sein.

Für den Kräutergarten des babylonischen Königs , also eine Mischung aus Gemüse- und Gewürzpflanzen.

Seit der Eisenzeit, vermehrt der Römerzeit, ist in Mittel- und Westeuropa ein Import von Kräutern zu kulinarischen Zwecken belegt.

Viele mittelalterliche belegt.

Ausführlich schildert das Liederbuch der um 1471 einen Kräutergarten in dem Gedicht ''Von dem Mayenkrantz''.

In modernen Gärten werden Kräuter oft vor allem wegen ihres Duftes angepflanzt. Pflanzen wie Schnittlauch oder Fenchel werden als reine Zierpflanzen eingesetzt. In seinem Daily Telegraph-Garten auf der (Atriplex hortensis var. rubra) sind populär.

Historische und rekonstruierte historische Kräutergärten

Kräutergärten sind oft Teil von . Originale Kräutergärten aus dem Mittelalter oder der frühen Neuzeit sind nicht erhalten. Es gibt jedoch eine Anzahl von Gärten, bei denen versucht wird, historische Kräutergärten (oder Pläne derselben) nachzugestalten oder Pflanzen, die zu einer bestimmten Zeit bekannt oder in Nutzung waren, zu präsentieren.

Deutschland

  • Kräutergarten Karls des Großen hinter dem gotischen Rathaus in </ref>
  • Nachbau des ''Hortulus'' des Walahfrid Strabo im Institut für Gemüsebau der TU Berlin durch K.-S. Seipoldy
  • Arzneipflanzengarten (Braunschweig)
  • Apothekergarten im Kloster Lorch in
  • Klostergarten im Weltkulturerbe
  • Kräutergarten im Kloster Michaelstein in Sachsen-Anhalt
  • Garten im Freilichtlabor Lauresham in Lorsch in Hessen nach dem karolingischen capitulare de villis
  • Kräutergarten nach dem St. Galler Klosterplan im Campus Galli bei (verkleinerte Rekonstruktion im Maßstab 1:2), angelegt 2013
  • Arzneipflanzengarten (Marburg)
  • Garten nach dem ''capitulare de villis'' im
  • Kräutergarten in Bayern

Schweiz

  • Gessner-Garten im Alten Botanischen Garten Zürich

Großbritannien

  • Chelsea Physic Garden, London
  • John Gerard-Garten, Barber's Hall, London

Neue Anlagen

  • Kräutergarten in Sissinghurst Castle, Kent, angeblich die artenreichste Anlage in England

Siehe auch

Literatur

  • Hans-Dieter Stoffieri, Der Hortulus des Walahfrid Strabo: aus dem Kräutergarten des Klosters Reichenau (mit einem Beitrag von Theodor Fehrenbach). Sigmaringen, Thorbecke 1978.
  • Corrie Bakels, Stefanie Jacomet 2003, Access to Luxury Foods in Central Europe during the Roman Period: The archaeobotanical Evidence. World Archaeology 34/3 (Luxury Foods), 542-557.

Weblinks

Einzelnachweise